Schriftgröße
Suchen & Finden  
 
 
erweiterte Suche  

Geschichte (Abriss)

Die Burgkellerburschenschaft hat ihren Ursprung in der am 12. Juni 1815 in der "Grünen Tanne" in Jena unter dem Einfluss von E. M. Arndt, F. L. Jahn und J. G. Fichte ("Reden an die deutsche Nation" 1807/08), der Freiheitskriege gegen Napoleon I., sowie der liberalen Jenaer Professoren Fries, Oken, Kieser und gegründeten Burschenschaft. Aus ihren Farben Schwarz, Rot und Gold - von den Uniformen des Lützowschen Freikorps, dem zahlreiche Gründer der Burschenschaft zuvor angehört hatten - wurden im Vormärz die Farben der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung, die vom Paulskirchenparlament 1848 zu den deutschen Nationalfarben bestimmt wurden. Mit den Farben hat die Burgkellerburschenschaft auch den Wahlspruch der Urburschenschaft von 1816 übernommen: "Ehre, Freiheit, Vaterland". Entsprechend der Zielsetzung, alle ständischen Unterschiede unter den Studierenden zu beseitigen, lautete der ursprüngliche Wahlspruch "Dem Biedern Ehre und Achtung". Bieder bedeutete damals noch "tüchtig, ehrenhaft". Seit der Gründung 1815, insbesondere seit dem Wartburgfest von 1817, sind vor allem die politische Einheit Deutschlands und bürgerliche Freiheitsrechte die hervorragenden Ziele aller Burschenschaften. Damals oft als "reaktionär" gescholten, gehörte die Burschenschaft zu den wenigen Gruppierungen, die nach 1945 das Ziel einer deutschen Wiedervereinigung niemals aufgegeben hat. Wegen ihrer demokratischen Zielsetzung war sie den nationalsozialistischen wie den kommunistischen Machthabern gleichermaßen suspekt. Nach der erzwungenen Auflösung 1936, der Zerstörung des traditionsreichen Jenaer Burgkellers (1945), dem Verbot in der ehemaligen DDR, der Wiederbegründung in Mainz (1949) und der Rückkehr nach Jena (1991) ist die damalige Gründungsstätte, die "Grüne Tanne" in Jena, seit 1993 der Sitz der Burgkellerburschenschaft.

Zu mehr Informationen über unsere Geschichte gelangt man über die links stehende Auswahl an Menüpunkten!